Schlagwortarchiv für: Schweiz

Die Basler Nuclidium AG erhält einen Nachschlag zu ihrer laufenden Serie B-Finanzierungsrunde und kann diese damit auf insgesamt rund 115 Mio. Euro ausweiten. Das Theranostik-Unternehmen nutzt Kupfer-Isotope sowohl für die diagnostische Bildgebung als auch die Therapie.

Kaufrausch bei Eli Lilly? Gleich drei Firmen werden gekauft und alle sind im Bereich der Infektionskrankheiten angesiedelt. Darunter ist auch die Schweizer LimmaTech AG, die vom einstigen Curevac-CEO Franz-Werner Haas geleitet wird. Eli Lilly zielt mit den Akquisitionen auf Märkte über das reine Infektionsgeschehen hinaus: Autoimmunerkrankungen, Antibiotika-Resistenz, chronische Immunsystemstörung bis hin zu Krebs.

Die Mitgliederversammlung des Schweizer Medizintechnikverbandes Mitte Mai in Lugano bot den Teilnehmern die Gelegenheit, sich über die steigenden Herausforderungen an die Medizintechnik-Industrie in der Schweiz auszutauschen. Swiss-Medtech-Präsident Damian Müller fand klare Worte und forderte eine wirtschaftspolitische Kurskorrektur mit einem klaren Fokus auf die Standortstärkung.

Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

Während für die Medienvertreter der Swiss Biotech Day (4./5. Mai in Basel) traditionell mit der Berichterstattung der Swiss Biotech Association und der Wirtschaftsprüfer von EY über die Zahlenreihen des vergangenen Jahres beginnt, wird das Zahlenwerk den Konferenzbesuchern erst am zweiten Veranstaltungstag vorgestellt. Damit finden viele Gespräche auf der mit rekordverdächtigen 3.500 Teilnehmern gut gefüllten Konferenz am ersten Tag noch ohne faktische Unterfütterung statt und zeigen daher auch zum Teil ein divergierendes Bild. Denn der Branchenverband präsentiert rundherum Zufriedenheit und stabile Verhältnisse im Lande der Eidgenossen, während bei manchem Plausch an den Ausstellungsständen von Unsicherheit und schwierigen Zeiten gesprochen wird.

Die Basler Windward Bio sichert sich 165 Mio. Dollar für lange wirksame Immuntherapien. Lead-Kandidat WIN378 startet Phase III, weitere Programme folgen – erste klinische Daten werden ab 2026 erwartet.

Neue Ansätze gegen Hirntumoren: Forscher der Empa (Schweiz) entwickeln Nanozyme, die per Infrarotlicht direkt im Gehirn aktiviert werden. Ziel ist eine präzisere, lokal wirksame Therapie – ein möglicher Fortschritt bei bislang schwer behandelbaren Tumoren. Das Projekt befindet sich noch in der Frühphase.

Mitte April wurde Camila Japur zum neuen Chief Financial Officer der Schweizer Tecan-Gruppe ernannt. Sie wird ihre neue Position bei dem international aktiven Laborausrüster Anfang Juni 2026 antreten.

Mit einer neuen Baukastenmethode aus Genf eröffnen Forscher Möglichkeiten zur über bestimmte Zelloberflächenmarker zielgerichteten zellulären Adressierung von Wirkstoffen, ohne dabei einen Antikörper zu benötigen. Über eine Hybridization Chain Reaction (HCR) genannte Methode wird das Effektormolekül nur wirksam zusammengesetzt, wenn die ausgewählten unterschiedlichen Biomarker auch wirklich gemeinsam auf einer Zelle vorhanden sind.

Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.